JanG wie Google: “Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele”
@Fred David, Bernd:
„Ein sehr weit verbreitetes Grundgefühl“, vor dem Internet besser informiert gewesen zu sein? Nennen Sie mir eine representative empirische Studie, die in diese Richtung weist - oder kennzeichne die Aussage als Hypothese!
Es ist unbestreitbar, dass das Internet durch die stark gesunkene Schwelle zur Partizipation an öffentlicher Kommunikation eine Menge irrelevantes und unbrauchbares enthält, und zudem anteilsmäßig nur die wenigsten Informationsangebote im Netz journalistischen Standards entsprechen. Dabei sollte man aber im Blick behalten, dass das Internet lediglich die Anteile an Präsenz- und Nischenkommunikation offenlegt, die bisher nicht in der breiten Öffentlichkeit wahrnehmbar waren.
Andererseits führt das Internet aber sehr wohl auch im journalistischen Bereich zu mehr Meinungs- und Angebotsvielfalt, zu einem großen Teil halt nun verteilt entlang des „Long Tails“, also des abflachenden Endes der Angebots- & Nachfragekurve.
Was brauchen also Leute wie mein Vorkommentierer Bernd – was brauchen wir alle, um die Informationsflut im Internet sinnvoll nutzen zu können? Akteure, die die zusätzlich notwendig gewordenen Vermittlungsleistungen im Internet übernehmen. Das wäre auch Aufgabe des professionellen Journalismus. Wenn der sich denn mal langsam aus seiner Angststarre lösen würde….
